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Teil V

In den weiteren Jahren gab es ein stetes Auf und Ab, sowohl im Verein, als auch in den einzelnen Abteilungen. Das hatte naturgemäß seine speziellen Gründe. Eines der schwierig-sten Probleme z.B. war ständig die Einteilung der uns zur Verfügung stehenden Übungsräume, die den Bedarf nicht decken konnten. Die Folge davon waren Beschränkungen, die in kein Konzept der jeweils betroffenen Abteilung hineinpassten. Ärger und Verdruss auf beiden Seiten waren nicht immer auszuschließen. Aber hier und da haben diese Verhältnisse doch den weiteren Aufbau in einzelnen Fällen zu hemmen vermocht. Weitaus besser funktionierte dagegen die Inanspruchnahme des Sportplatzes, da sich hier ja im wesentlichen lediglich die beiden Abteilungen Handball und Fußball zu einigen brauchten, was auch bestens gelang.

Es gab aber auch personelle Schwierigkeiten, die nicht ohne Einfluss blieben. So musste die Schwerathletik-Abteilung wieder aufgelöst werden, da ein zuerst interessierter Nachwuchs, insbesondere im Ringen, nicht durchhielt, und die Senioren der Abteilung für den Wettkampf überaltert waren und nicht mehr eingesetzt zu werden wünschten. Hierbei hatte die bei der Gründung dieser Abteilung noch bestehende schlechte Ernährungslage eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Die Kraft hat eben nicht mehr ausgereicht. Aber auch die Leichtathletik- Abteilung hat die ersten Anfänge nicht überstanden. Nach einer bereits zufriedenstellenden Leistungshöhe ist das Interesse allgemein wieder zurückgegangen, nachdem ausgerechnet einige der leistungsstärksten Leichtathleten zu anderen Vereinen abgewandert und einige andere ausgewandert sind. Der Schwerpunkt der Abteilung war damit zerstört, der Rest hat resigniert.

Die Handballabteilung dagegen ist zahlenmäßig immer größer und leistungsmäßig immer stärker geworden. Hierin einzuschließen sind auch die Korbballspielerinnen, die genau wie die Handballer zu den besten Mannschaften Bremens aufgerückt sind. Demgegenüber hat der Turnbetrieb offensichtlich nachgelassen. Das trifft insbesondere auf das Knaben- und Schülerturnen zu. Hier zeigte sich der nicht zu übersehende Einfluss des inzwischen populär gewordenen Hand- und Fußballspieles. Während noch vor Jahren auch die Knaben zunächst sich dem Turnen widmeten und von daraus zu Handball und Fußball strebten, gehen sie heute unmittelbar gleich zu diesen Sportarten. Ähnliche Verhältnisse sind seit längerer Zeit auch schon beim Männerturnen zu beobachten. Einbußen durch die verschiedenen Spielarten wie gerade Handball und Fußball, aber auch neuerdings durch Prellball und Volleyball, sind nicht zu bestreiten. Anderweitige Entwicklungen zeichnen sich z.Z. auf diesem Gebiet nicht ab, sind auch wohl kaum zu erwarten. Naturgemäß ist das Frauenturnen von einer solchen Erscheinung jedoch nicht betroffen. Daher hat sich der Übungsbetrieb hier nicht auch auf konstanter Höhe gehalten.

In der Fußballabteilung bestanden in einem Zeitraum von mehreren Jahren nicht unerhebliche Schwierigkeiten in der Besetzung des Obmanns dieser Abteilung. Mehrfach wurde hier kurzfristig gewechselt. Dass es hierbei nicht zu gravierenden Leistungsabfällen gekommen ist, dürfte in erster Linie einem Manne zu verdanken sein. Dieser Mann war Emil Meyer. Von Hause aus selbst eingefleischter Fußballer, hat er sich stets unermüdlich für die Interessen der Fußballabteilung eingesetzt. Dabei war es völlig gleich, ob er zu den jeweiligen Zeitpunkten vor, hinter oder neben der Abteilung stand, immer wenn es Schwierigkeiten zu beheben gab, war Emil Meyer zur Stelle, um zu helfen. Junge Funktionäre hat er von hinten in die richtige Linie gesteuert und hat ihnen mit Rat und auch mit Taten zur Seite gestanden. Die Sorgen der Fußballabteilung waren seine Sorgen. Seine Fürsorge galt allen Mannschaften von der jüngsten Knabenmannschaft bis zur ersten Herrenmannschaft. Sein persönlicher Einsatz war nicht zu übertreffen. Sein Interesse für den Verein aber stand über allem. Der Verein dankte ihm seine langjährige Tätigkeit mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Als er im Jahre 1970 verstarb, hinterließ er eine große Lücke. Er steht im Andenken der Mitglieder als einer der größten Männer des Vereins.

Die Fußballmannschaft spielte mit ihrer ersten Herrenmannschaft in der Landesliga und gehörte damit gleichfalls wie die Handballer und die Korbballerinnen zu den besten Mannschaften Bremens. Die Mannschaft stand unter der Leitung von Horst Petersen, ein Mann der schon große Initiativen entwickelt hatte. Schließlich war es allen Unkerufen zum Trotz gelungen, mit Hilfe der Mitglieder der Fußballabteilung eine Tribüne auf dem Sportplatz in Eigenhilfe zu errichten, eine Arbeit, die bei den zuständigen Behörden und Verbänden höchste Anerkennung fand.

Mittlerweile konnte sich auch eine Tischtennisabteilung etablieren, die alle Aussicht auf Dauer hatte. Deren Mitglieder sind begeistert bei der Sache und was das entscheidenste zu sein schien, dürfte gelöst sein, nämlich die Frage nach einem ausreichenden und brauchbaren Übungsraum. Alle früheren Versuche, die zum Teil bis in die Jahre 1946/47 zurückreichten, sind an dieser Misere gescheiter. Das gleiche Schicksal war einem anderen Versuch beschieden, nämlich eine Badmintonabteilung zu gründen, obgleich Interessenten genug vorhanden waren.

Die jüngste Abteilung des ATS Buntentor, gegründet im Jahre 1991, erwies sich schnell als der richtige Weg, im Verein etwas Neues anzubieten. Die Tennisabteilung erwies sich trotz aller Wiederstände aus den anderen Abteilungen als der Renner. Anfang Juni 1991 wurden auf dem Vereinsgelände 3 Tennisplätze erstellt, nachdem der Haupt-Fußballplatz ein wenig verlegt worden war und die noch vorhandene, nicht mehr genutzte Aschenbahn eingeebnet wurde. Schnell wuchs die Abteilung und die Trainingskapazitäten waren schnell ausgereizt. Mit der Zeit bildeten sich aus dem Kader 3 Herrenmannschaften und eine Jugendabteilung, die alle am Punktspielbetrieb des Tennisverbandes Nord-West teilnehmen.

Quellen: Festschriften zum 75jährigen und 90jährigen Bestehen des ATS Buntentor

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