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Winterlauf 2023 in Oldendorf

Am letzten Sonntag im Januar fand der 24. Winterlauf in Oldendorf statt, und Ingo Susemiehl-Behaghel vom ATS versuchte sich an der längsten Strecke, den 50 km. Angeboten wurden Strecken von 5 - 50 km, ausgetragen auf einer 5 km-Runde durch Oldendorf und ‘umzu’. Die Besonderheit bei den Läufern der langen Strecken ab 20 km: man kann jederzeit während des Rennens die vorangemeldete Länge ändern, sprich: für 20 km gemeldet, aber 50 km gelaufen? Kein Problem, dann ist man in der 50 km-Wertung.

Umgekehrt für die 50 km gemeldet, aber nach 40 km geht der Saft aus? Kein Problem, dann eben in der 40 km-Wertung.

Das kann natürlich dazu verführen, bei einem ‘Hänger’ aus der geplanten Wertung in eine kürzere Streckenwertung zu wechseln.

Wetter war so semi, kalter Wind, an und ab mal ein Schauer oder Nieselregen, +2°C, gefühlt weniger wegen des Windes. 

Dann um 10 Uhr ging es los, alle Wertungen gingen gleichzeitig auf die Strecke, damit war es auf den schmalen Wegen erstmal ziemlich voll. Da ich die volle Distanz von 50 km laufen wollte, hatte ich mich im Feld weiter hinten einsortiert, aber das war dann wohl doch ein wenig zu weit hinten. Ich musste auf der ersten Runde dann doch viele langsamere Läufer überholen.

Das hat aber auch einen angenehmen positiven Nebeneffekt, für den Kopf ist es besser, selber zu überholen, als ständig nach hinten durchgereicht zu werden.

Nach 2 Runden hatte sich das Feld schon deutlich ausgedünnt, die 5 - und 10 km Läufer waren fertig und es begannen die ruhigen und immer einsameren letzten 8 Runden.

Ich hatte keinen Mitstreiter der meine Pace mitging, orientierte mich aber an anderen Läufern, die etwas schneller oder langsamer waren als ich, denn im Verpflegungsbereich war eine ca. 500 m lange ‘Pendelstrecke’, auf der die ankommenden den schon die Runde absolvierten entgegen kamen. Eine gute Gelegenheit festzustellen, ob man aufholte oder der Abstand größer wurde.

Was man aber nicht wusste, welche Strecke will der Konkurrent denn eigentlich laufen? Ist der am Ende überhaupt in meiner Wertung? Egal, hier muss man sein eigenes Rennen laufen und am Ende schauen, was es wird

Nach 3 Runden schaue ich auf meine Laufuhr, die Pace checken. Kann das sein, laufe ich wirklich so schnell? Oder spinnt das GPS bei diesem nassen Wetter und den dichten Bäumen?

Gefühlt laufe ich sehr langsam, meine Uhr sagt was anderes. Beim nächsten Durchlauf am 5 km-Endpunkt wird auf einem Monitor die letzte 5 km-Zeit angezeigt. 24:57 Minuten! Das ist zu schnell, ich wollte so 27:30 Minuten für 5 km laufen, aber es fühlt sich gut an, was ich da tue. Außerdem komme ich dem Läufer vor mir langsam aber sicher immer näher. Kriege ich den noch?

in der 7. Runde kann sich der andere Läufer von mir absetzen, ich beschließe ein wenig die Pace rauszunehmen, um hier auch wirklich ins Ziel zu kommen. Der kalte Wind und der einsetzende Regen zehren doch an meiner Verfassung. Die 9. Runde ist ein Fest, ich freue mich, dass ich das alles nur noch ein weiteres Mal durchlaufen muss, dann die letzte Runde: wie immer easy, man trabt einfach durch. Der Zieleinlauf ist cool, eine Fotografin macht ein Bild von mir, der andere Läufer klatscht mich ab. Schnell noch was trinken, dann unter die Dusche.

Am Ende bin ich 6. in der Gesamtwertung, meine Altersklasse habe ich gewonnen. Aber die Zeit freut mich am meisten, 4:20:11 Stunden, das ist viel schneller als gedacht.

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