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Vier Bestzeiten für ATS-Athleten nach langer Meisterschaftspause (18.-20.06.2021)

Ein bisschen Rot zwischen ganz viel Grün war im Göttinger Jahnstadion dann doch zu erahnen: Zur Landesmeisterschaft am vergangenen Wochenende waren neben einer Horde Werder-Leichtathleten auch zwei ATS-Läufer samt Trainer angereist. Leonard Maisch und Felix Wendler wollten eine gute Vorbereitung in Bestzeiten ummünzen – so der Plan, gegen den auch Coach Philipp Dirschauer überraschenderweise nichts einzuwenden hatte.

Theorie und Praxis fanden beim Auftakt am Freitagabend dann auch glücklicherweise ganz gut zueinander. Über 1500 Meter hängten Leo und Felix sich bei Temperaturen um die 30 Grad zunächst an das Ende des starken Feldes. Nach zwei Stadionrunden sprengte Felix die hintere Gruppe mit einem Zwischenspurt, dem Leo ohne Probleme folgen konnte. Als die Glocke die letzte Runde ankündigte, zeigte die Uhr 3:10 Minuten an. Beide ATS-Starter hatten noch Reserven, machten ordentlich Tempo und sammelten einige Konkurrenten mit deutlich besseren Meldezeiten ein. 150 Meter vor dem Ziel setzte Felix zum Schlussspurt an, den Leo allerdings kontern konnte. Bei 4:12,38 Minuten blieb die Uhr für ihn stehen, Felix folgte knapp dahinter mit 4:12,89 – deutliche Bestzeit für beide und Plätze im soliden Mittelfeld.

Am Sonnabend enttäuschte dann der ehemalige Göttinger Local Philipp als Stadtführer. Zwar konnte er Auskunft über bauliche Veränderungen in Dönerläden geben und benennen, welche Eisdielen empfehlenswert sind (alle), aber wer denn nun der ominöse Stadtheld Wilhelm Weber war, blieb offen. Die warme Mahlzeit im Nudelhaus tat trotzdem gut, ebenso das anschließende Bad in der Leine.

Gestärkt und abgekühlt wurde Leo dann langsam nervös, denn die 5000 Meter standen auf dem Programm. Nachdem am Tag zuvor noch von einem Weltrekordversuch die Rede war, musste Philipp seinen Schützling nun überzeugen, doch zumindest eine Zeit unter 16 Minuten anzulaufen. Immerhin: Die 76er-Runden spulte er dann trotz wiederum heißer Temperaturen vorbildlich ab. Nach einer kurzen Schwächephase legte er eine fulminante 65er-Schlussrunde hin, während der seine Vereinskollegen am Bahnrand ihre Stimmen verloren. 15:55,19 Minuten bedeuteten erneut eine klare Bestzeit. Hochzufrieden machten Trainer und Athlet sich dann kurz nach dem Rennen auf den Rückweg nach Bremen.

Felix blieb noch eine Nacht, das 800-Meter-Rennen am Sonntag vor der Brust. In einem dichten Feld mit teilweise deutlich stärkeren Gegnern heftete er sich nach dem Startschuss an die Fersen der Meute – bemüht, den Anschluss zu halten. Das gelang auch: Nach 400 Metern standen etwa 58,5 Sekunden auf der Uhr. Die 600-Meter-Marke passierte er bei 1:29 Minuten. Danach verblassten die Erinnerungen ein wenig, erst die letzten Meter sind wieder im Gedächtnis geblieben. Die Uhr sprang auf 1:59, ein letzter Schritt, dann auf den Boden, aber sofort die Frage: Ist die magische Grenze gebrochen? Kurzes Bangen, dann die Gewissheit: Es hat nicht gereicht. 2:00,03 stehen in der Ergebnisliste – die 1:xx um einen Wimpernschlag verpasst, aber auch hier die persönliche Bestleistung deutlich verbessert.

2021 06 20 Göttingen LM

Vier Starts mit vier persönlichen Bestleistungen standen also am Ende zu Buche. Auch Wetter und Stimmung spielten bei der vorbildlich organisierten Veranstaltung mit, sodass die LM in Göttingen sicherlich in guter Erinnerung bleiben wird.

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