Im Rahmen des Stadtmarathons in Hannover wurden am 12.04.26 die Deutschen Meisterschaften über die 42,195 km ausgetragen. Mit dabei vier Athleten des ATS Buntentor. Ein persönlicher Erlebnisbericht von Hartmuth Schlachter weiter unten.
Die schnellste Zeit lief dabei Andrés Gier (M35) mit 2:52:37, die beste Altersklassenplatzierung Hartmuth Schlachter in 3:41:04, der damit auf Rang 4 lief und das Siegerpodest verpasste. Es folgten Bernd Wassermann (M60) in 3:57:31 und Benjamin Kück (M40) in 4:31:56, hier auf einem Foto kurz vor dem Start.

Bei einem genaueren Blick in die Ergebnislisten findet man vom ATS Buntentor weitere Aktive über die Distanzen Halbmarathon und 10 km:
Halbmarathon (Nettozeiten)
LANGHORST Thomas 1966 m ATS Buntentor Bremen 1:46:33
LEIBINGER Dorothea 1985 w ATS Buntentor Bremen 2:00:03
10 km (Nettozeiten)
SPREEN Julia 1980 w ATS Buntentor Bremen 39:45
BAYER-THIEMIG Anke 1954 w ATS Buntentor Bremen 1:00:08
Marathon-DM in Hannover: Mein Lauf auf den 4. Platz in der AK M70 (Ein Erlebnisbericht von Hartmuth Schlachter)
4 Wochen nach der Vizemeisterschaft bei der DM im 50 km-Lauf am Werdersee wollte ich ja meinen Trainingszustand nutzen, um bei der Marathon-DM in Hannover noch einmal „anzugreifen“. Nach einer Mischung aus Regeneration und leichtem Training (u.a. 10 Tage Ski-/-langlauf-Urlaub im Oberengadin/ St. Moritz, immerhin 1800m Höhe), war ich ziemlich unsicher in Bezug auf meine Form: Auf 1800 m Höhe ziemlich platt, wieder zu Haus in Bremen ziemlich schnell. War das schon ein „Höhentraining“?
Allerdings war an Hand der Meldeliste rel. klar, dass die ersten drei Plätze in Hannover schon vergeben waren, ein Überflieger aus der M65 aufgerückt und zwei alte Bekannte. Aber die müssen ja auch erst einmal ankommen … . Drei weitere waren etwa „meine Preislage“, drei andere wohl langsamer als ich – alles an Hand früherer Leistungen.
Ich hatte eine Zeit zwischen 3:30 h und 3:45 h angepeilt, also eine Pace zwischen 4:58 min/km und 5:20, wollte aber gerne mit Pacemaker laufen, aber mit welchem? Als DM-Teilnehmer startete man vorne in Starblock A, die Pacemaker waren irgendwo in B weiter hinten.
Ich startete mit einer Pace von leicht unter 5:00, nach 4 km überholten mich die Pacemaker für 3:15 h, das war klar, und ab jetzt wollte ich sehen, wann die 3:30 Läufer mich überholten, so war mein Plan. Ich konnte bis etwa km 25 diese Pace rel. locker halten, die HM-Durchgangszeit war mit 1:44.32 h natürlich ziemlich schnell, aber ich fühlte mich gut und der Puls war auch konstant. Erst bei km 28 erreichten mich die Pacemaker (mit der dazugehörenden trampelnden „Büffelherde“ von 3:30 h-Läufern). Bis km 30 lief ich mit denen mit, konnte das Tempo dann allerdings nicht mehr halten. Die letzten 12 km wurde ich deutlich langsamer und konnte noch in einer Zeit von 3:41:04 finishen, also noch im geplanten Rahmen, allerdings mit einer katastrophalen Zeit von 1:56:32 h für die zweite Hälfte – so soll ein Marathonlauf eigentlich ja nicht aussehen. Bei etwas langsamerem Beginn hätte ich vielleicht noch um ein paar Minuten schneller sein können??? Aber der Bronzerang war 17 Minuten von meiner Zeit entfernt, den hätte ich sowieso nicht erreicht und so war ich mit meinem Ergebnis zufrieden. Insgesamt war es ein schönes Marathon-Wochenende.
Hartmuth Schlachter